Programm-Konzept


Vorneweg die wichtigste Sache überhaupt: "Alle Musikstücke sind handverlesen und nach Möglichkeit Original-Titel oder sehr gut gemachte Replikas bzw. Cover-Versionen von nahmhaften Künstlern." Billige Wühltischware ist bei uns ein absolutes NoGo. Das gilt auch, soweit wir das verantworten können, insbesondere für exotische Genres wie Salsa, Bachata, etc.. Die Aktualität der Titel spielt dabei zunächst mal eine untergeordnete Rolle - Qualität ist Trumpf, egal wie alt.


Neben der Multikulti-Ausrichtung des Programms mit einerseits unterschiedlichen Genres und andererseits unterschiedlicher Sprachen galt es zunächst Schwerpunkte zu setzen. Die waren zum einen Latin-Dance-Genres und zu anderen Internationale Club-Music. Alle anderen Musikrichtungen sollten dann drumherumgebastelt werden und ergaben sich teilweise erst im Laufe der Programm-Entstehung.  
 
 Um beim Radio-Betrieb Zeit zu sparen, war von vorne herein klar größtenteils die Musik über Zufallsgenerator zu präsentieren. So ist es möglich auch längerfristig die einzelnen Musik-Töpfe bzw. Playlisten zu füllen und ständig zu erweitern. Langeweile und endlose Titelwiederholungen sind dadurch eigentlich ausgeschlossen. Außerdem läuft man dadurch nicht Gefahr, das Stammhörer noch ein paar Wochen das Programm auswendig kennen. Deshalb wird auf genau abgestimmte Liedabfolgen bezüglich Tempo, Intros, Outros und Harmonie dabei bewußt verzichtet - einen Tod muß man halt sterben um Zeitaufwand zu sparen und dennoch lange variabel zu bleiben.


Grobstruktur

Nach längerer Beobachtung des Einschalt- und Hörverhaltens der Hörer gehen wir mal davon aus, dass unsere Hörer nicht ein mal die blasseste Ahnung davon haben, wieviel Vielfalt in unserem Programm steckt und wieviel Zeit es brauchte dies entsprechend zu strukturieren. Wie stellten fest: Es wird einfach eingeschaltet und probiert...das macht zunächst Sinn. Doch wir empfehlen zusätzlich einen kleinen Kompass...das Wochen-Programm (siehe unten) auf der Radiowebseite unter der "Programm"!!!

Hier wollen wir unserem Publikum unser Programm-Konzept näher bringen indem wir schrittweise jeden Programm-Punkt kurz beschreiben. Wir sind eben kein Sparten-Radio... da gibt es nicht viel zu schwatzen. Aus Zeitgründen ist derzeit eine Live-Moderation undenkbar!!! Deshalb schon mal eine kurze Einführung:

Unser Programm gliedert sich in einer Woche in ca. 168 Programm-Blöcke, die sich jede Woche wiederholen. Die Programmplätze sind schon seit Monaten fest vergeben und bleiben auch vorerst so stehen. Das garantiert Verlässlichkeit. Jede Stunde am Tag steht das Programm unter einen anderen Motto. Überschnei-dungen sind dabei möglich und auch gewollt. Einzelne Blöcke wiederholen sich im Laufe eine Woche  2 - 14 mal. So ist auch möglich von vorneherein um Handum-drehen schon einzelne Schwerpunkte zu setzen. Grob gliedert sich das Programm in folgende 6 Sequenzen.

 1. Morgen - überwiegend Mainstream (mehrsprachig)
 2. Vormittags - latin und engl. Genres im Wechsel
 3. Mittag - überwiegend moderner Latin
 4. Nachmittags - überwiegend engl. Genres - Querbeet
 5. Abend - überwiegend Latin - Querbeet
 6. Nachts - latin und englische Genres im Wechsel
 
Die Gewichtung von Latin und engl./deutschen/oriental-Genres ist durchweg ca. 50% zu 50%. Dabei sollen alle 1 bis 2 Stunden die Sprache oder das Genre gewech-selt werden. Das Motto jeder Stunde ist jeden Tag fast das gleiche. Das heißt z.B. ist um 12 Uhr jeden Tag Salsa angesagt, usw.

Alle Titel, egal wie viele, werden bei unserer Station nach dem Zufallsprinzip in den einzelnen Programmblöcken geshuffelt und somit wirr aneinandergereiht. Es gibt auch Radiomacher bei Laut.fm, die die Abfolge der Lieder selbst pflegen. Dies kommt bei uns aus Zeitgründen nicht in Betracht. Der Zufallsgenerator lässt sich nach Belieben auf die einzelnen Musikrichtungen, Tempo der Tracks, Outros und Intros programmieren. So ist es möglich die Generierung der einzelnen Programm-Blöcke eigens auf das jeweilige Programm anzupassen. Dies erfordert jedoch jahrelange und gute, fundierte Programmierkenntnisse. Da müssen wir leider passen. Bei laut.fm sind jedoch wenige Spezialisten am Werk, die dies quasi für alle (mittlerweile über 4.000) Radiostationen übernehmen. So ist der Zufallsgenerator für alle gleich und im Ergebnis halt eben nur der kleinste gemeinsame Nenner. Das hat aber auch den Vorteil, dass wirklich jede Art von Musik zu mindestens grob auf alle anderen abgestimmt ist.

Die Programmblöcke sind ganz banal und einfach erklärt Playlisten, wie wir sie aus anderen Musikprogrammen kennen. Die Größe ist unterschiedlich. Bei unserer Station geht sie derzeit bei der kleinsten mit ca. 300 Titeln los und reicht teilweise bis in die Tausende, insbesondere bei den „Random-Listen“. Die tatsächliche Größe unserer gesamten Sammlung bleibt „Betriebsgeheimnis“.

Dazu ein kleines Rechen-Beispiel:

Größe der Sammlung: 1.000 Titel und durchschn. Titel-Dauer: 4,5 min/Titel

Gesamte Spieldauer: 

1‘000 Titel x 4,5 min/Titel = 4‘500 min -> das sind genau 75 Std. Spielzeit für 1‘000 Titel

Betrachtet auf ein ganzes Jahr:

365 Tage/anno x 24 Std/Tag = 8‘760 Std/anno

Wiederholung eines Titels im Jahr:

8‘760 Std/75 Std = 116,8 Wiederholungen im Jahr für jedes Lied

So kann man schon eigentlich mit einer kleineren Sammlung an den Start gehen. Beispielsweise mit einem kleinen Spartensender. Problematisch wird halt das Ganze, wenn man dies auf mehrere Jahre betrachtet. Da kommt schon schnell mal Langeweile auf.

Weiter ausführen wollen wir das hier nicht mehr. Dazu kann sich bei größerem Interesse ja dann jeder mal selbst noch Gedanken machen.


Programm-Blöcke


Das Programm einer Woche ist zeitlich durchgehend in ein Rasterfeld von Std-Blöcken eingeteilt. Den einzelnen Std-Blöcken sind jeweils dann Playlisten zugeordnet...Dadurch entstehen sogn. Programmblöcke.


Zeitlich sollen sich die einzelnen "Töpfe" bzw. Playlisten in 1-2 stündigen Programmblöcken 2 mal wöchentlich wiederholen. Bei Schwerpunktthemen, wie z.B. der "Salsa" 6-10 mal in der Woche. 60 - 70 Prozent des Programm sollen über die "Genre/Themen"-Listen gestaltet werden. Die restlichen 30 Prozent des Programms komplettiert der große Topf bzw. große Liste in der alle verfügbaren Titel abgespielt werden. So hat der Hörer die Möglichkeit ganz gezielt sich einzelne Programmpunkte herauszusuchen oder sich ganz einfach durch die große, bunte Vielfalt überraschen zu lassen.


Die zeitliche Abfolge von Schwerpunkt-Themen/Genres oder verwandter Musikrichtungen

erfolgt i.d.R. immer zur gleichen Tageszeit. Dabei handelt es sich um das sogenannte "Regelprogramm", das sich wöchentlich immer wiederholt. Ausnahme dabei bilden die zahlreichen "Programm-Specials", die ggf. das Regelprogramm übersteuern. Das Regelprogramm kann auf der Radioseite jederzeit angeklickt werden. Dabei werden bei gegebenem Anlaß auch die Programm-Specials angezeigt.

Der Weg ist das Ziel

Bei unserer Station ist es nun so, dass diese aus jahrelanger Sammlung von verschiedensten Titeln unterschiedlicher Genres gewachsen ist. Sowohl in Form von Bändern, CDs, Vinyl als auch Downloads. In 40 Jahren kommt da schon eine Menge zusammen. Auf den ersten Blick sieht das zwar gigantisch aus, jedoch halt nur für den privaten Gebrauch ohne den Anspruch dies je veröffentlichen zu wollen. Vieles ist da auch eben nicht mehr „zeitgemäß, angestaubt“ oder gar „abgedro-schen“ bzw. einfach nur „Banane“.

Auf dieser Grundlage sich dafür zu entscheiden einen „Programm-Sender“ mit mehreren Schwer-punkten und auch noch mit Multikulti-Ausrichtung zu gründen war schon ein gewagtes Unternehmen und ein sehr ehrgeiziger Entschluss. Dabei sehen wir uns weder als Konkurrent noch als Nachahmer eines Spartensenders. Dieser wird uns aufgrund seiner speziellen Ausrichtung auf ein ganz bestimm-tes Genre schon allein aus Zeitgründen immer um Längen voraus sein. Vielmehr sehen wir uns als buntes Knall-Bonbon für Vielhörer und Querbeet-Fans in einer ziemlich eingefahrenen Radioland-schaft in der manchmal schon rigide und streng unterschieden und ausgegrenzt wird. Unser spezieller Service ist, wenn man so will, dass kein Hörer wirklich umschalten muss – No Zapping, Babe!!! 

Wir setzen auf die Kreativität, Vielfalt, Abwechslung und den damit vielleicht verbundenen Überraschungseffekt. Das bedeutet: “Wer weghört, verpasst was!!!“ 
Der besondere Reiz dabei war und ist, all diese verschiedenen Genres unterschiedlicher Kulturen aus ca. 50 Jahren Musik-Geschichte entsprechend kunstvoll mit einander zu verschmelzen. Dabei erheben wir natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit - das ist ja klar. Ansatz zur Erstellung eines solchen Programms bildete dabei ein dreiteiliger Programmplan mit 3 Programm-Gruppen:

1.       Programm-Blöcke mit ausschließlich Latin-Genres (z.B. Salsa, Bachata, Latin Pop, etc.)
2.       Programm-Blöcke mit ausschließlich Mainstream-Charakter (z.B. Rock, Pop, House, etc.)
3.       Programm-Blöcke aus Misch-Listen mit Mainstream und Multikulti-Genres. Diese sind:
           
          -          Bitch Party Bomba
          -          Topy Rocky Popy-Mix
          -          Crazy Rhythm Trip
          -          Romance Pop & Latin Sensual
          -          Random-Modern
          -          Random-Famous
          -          Random-Classic
          -          Random-All
          -          Pop-Mix
          -          Dance-Mix
          -          Vodka-Mix
          -          World Wide-Mix
          -          Chillout & Latin Flavour
          -          Best of Promos
          -          Midnight Special, etc.

Die Mischlisten sind dabei der absolute Knackpunkt!!!

Die ersten 2 Programm-Gruppen sind schnell erklärt. Dabei handelt es sich quasi um mehrere, einzelne Spartensender, in denen jeweils ein Genre oder ähnliche Genres bedient werden, wie beispielsweise bei „Let‘s Rock“. Da sind neben dem Rock, Heavy Metal, Country, Progressive Rock und Indie-Rock zusammengefasst. Ähnlich sieht es bei allen Listen der 1. und 2. Programm-Gruppe aus. Dort ist eben einfach darauf zu achten, diese aktuell und abwechslungsreich zu halten.

Die Mischlisten sind dabei das eigentliche Problem und noch Versuchsfelder, um das Zusammenspiel und den Ausdruck der verschiedenen Genres auszuprobieren und jederzeit veränderlich oder einfach auch Streichlisten, falls ein Versuch scheitert bzw. eine Playlist nicht gut ankommt. Das war ursprünglich eigentlich nicht so geplant, hat sich aber im Laufe der Zeit so herauskristallisiert. Genauere Ergebnisse bringen erst eine Menge Zeit, Geduld, größere Hörerzahlen und detaillierte musi-kalische Betrachtungen, wie z.B. Rhythmus, Harmonie sowie Akzeptanz und Aktualität. Wir rechnen erst für das Jahr 2021 mit brauchbaren Ergebnissen. Grund da-für ist auch, dass wir eigentlich noch in der Aufbau-Phase sind. Diese sollte bis Mitte nächsten Jahres endlich abgeschlossen sein. Krankheit, Berufliches und ver-schiedene andere Nebenschauplätze wie YouTube, etc. warfen uns im Zeitplan gut 6 Monate zurück. Trotz allem war diese Zeit aufschlussreich. Somit geht es ab Sommer 2019 erst richtig los und es kann dann endlich intensiv, experimentiert und getestet werden – das gibt’ n Spaß!!!
 
Wichtig dabei ist ein immer aufgeschlossenes, weltoffenes, neugieriges, treues Publikum. Je mehr, desto besser. Ist ja umsonst! Deshalb: “ Immer wieder einschalten, probieren, teilen, weitersagen. Vielleicht wird unser Publikum Zeuge einer kleinen Welt-Premiere, wer weiß?!

Zu guter Letzt wird sich so mancher fragen, wieso wir eigentlich den ganzen Aufwand betreiben.

Die Antwort ist: „Neben dem Spaß, den wir haben, suche gerade ich, seitdem ich vor ca. 25 Jahren ins „Latin-Lager“ gewechselt habe, immer noch nach einem Radio-Sender, der wirklich ausgewogen beides spielt – Latin & Mainstream - bis dato erfolglos. Zusätzlich erwiesen sich mehrere Besuche auf Cuba als inspirierend. Dort ist man, was die Musik anbelangt, bekanntlich unheimlich einfallsreich und innovativ und ich habe in hiesigen Tanz-Clubs erlebt, wie die DJs versucht haben genau das zu tun. Das war natürlich für mich teilweise eine echte Offenbarung, als neben Salsa und Reggaeton auch House, Michael Jackson und Scooter zu hören war. Für westliche Verhältnisse ist es vielleicht nicht ganz nachvollziehbar doch war gerade das für das gesamte Publikum sehr unterhaltsam.
 
Aus unserer Sicht ist für das Radio der Zukunft das die eigentliche Herausforderung. Problem dabei ist und bleibt die Sprachbarriere, um ein breiteres Publikum anzusprechen. Dazu können wir nur sagen: „Rhythm is Magic“. Das ist auf alle Fälle authentischer, wie z.B. deutsche Latino-Lieder. Textseitig ist unsere Meinung dazu und auch zu Vocal-Fetischisten: „Die Texte sind sowie so oft ähnlich – überwiegend geht es um Liebe, Herz-Schmerz, schöne Frauen und Schufte. Da kann man schon mal ab und an auf „Durchzug“ schalten. Englische Texte verstehen wirklich auch nur die wenigsten richtig.“ Entscheidend sind Melodie, Gesang & Interpretation. Wenn dann noch ein guter Text dabei ist, ist das, ohne Frage, optimal. Doch wieviel nützt der bescheidenen Melodie ein toller Text mit wildem Gekreische?

Eine Anmerkung noch zum Schluss: „Erste wichtige Erkenntnis unserer Aktivitäten ist, dass sich für das Radio als erstes universales Allround-Genre der „Bachata“ herausgestellt hat. Dieser lässt sich nicht mit allen jedoch mit vielen Genres sowohl aus dem Latin- als auch aus dem Mainstream-Bereich verknüpfen bzw. mischen. Alle Latin-DJs wissen das schon längst. Das gilt beispielsweise besonderes für die modernen Stücke des Bachata und des Bachata-Pop. Außerdem ist diese Musik fast immer hör- und tanzbar – das ist natürlich ideal!!! Jedoch in diesem Ausmaß war dies nicht zu erwarten – das war eigentlich das neue und zugleich erstaun-liche Ergebnis der letzten 18 Monate RADIODOMINO.“

Programm-Specials


Aufgrund der Fülle von Musikrichtungen und spezieller Themen beispielweise für Fasching, Ostern, Weihnachten, etc. hätten wir gut und gerne noch mehrere Känäle aufbauen können. Doch aus Geld-und Zeitmangel und durch fehlende Unterstützung, etwa durch weitere musikbegeisterte Hobby-Radio-DJ's sind dem nunmal auch irgendwann Genzen gesetzt. Unser Programm ist mittlerweile auf über 180 Genres incl. Untergenres angewachsen und alle Programmplätze sind vergeben. Der Tag hat halt eben nur 24 Sunden, wir haben noch ein Privatleben und müssen zwischendurch auch einer Erwerbstätigkeit nachgehen. 


Also was soll's...


... dadurch entstanden eben dann noch die "Specials", die je nach Anlass, Lust und Laune eingegliedert werden können. Deren gibt es schon einige und da sind wir uns sicher, dass dies im Laufe der Zeit immer mehr werden. Da sind der Phantasie überhaupt keine Grenzen gesetzt.
 
 Ein weiteres Programm-Element ist natürlich die Live-Moderation/Sendung mit Ansage, Infos, etc. Dazu sind für jeden Laut.fm-Sender max. 15 Std/Woche erlaubt. Zu gegebener Stunde werden wir uns dieses Themas auch noch annehmen. Doch derzeit ist einfach die Zeit zu knapp. Das will auch gut vorbereitet sein, wird aber sicherlich kommen, denn wir wollen bei ausreichenden Hörerzahlen auch Special-Guests, wie beispielsweise angesagte DJ's aus der Region zur Liveperformance einladen. Doch das ist bis auf weiteres wirklich Zukunftsmusik.